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Immer wieder gibt es Fragen, wie man die Programme der Lexware Pro und Premium Programme verbessern kann. Hier geben wir Antworten auf die häufigsten Fragen. Wir erklären auch, welche "Tipps" keine Verbesserung erwarten lassen.
Häufigster Grund: zu wenig Cache
Die bei Lexware verwendete Sybase-Datenbank arbeitet besonders schnell, wenn möglichst viele Daten im Hauptspeicher gehalten werden können. Im Idealfall passen alle Datenbanken aller gleichzeitig geöffneten Firmen in den Hauptspeicher.
Der Hauptspeicher, den die Sybase-Datenbank für Anwendungsdaten benutzt, nennt man „Cache“. Daten, die nicht in den Cache passen, müssen bei jedem Zugriff von der Festplatte gelesen werden.
Damit andere Anwendungen bei großen Datenbanken ebenfalls Hauptspeicher benutzen können, ist die Standardgröße des Caches aber auf 256MB beschränkt. In der Datei LXSTART.TXT kann die Größe des Caches erhöht werden.
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Mit der Zeile
-ch 1800M
werden maximal 1800MB dem Datenbankserver zugewiesen. Sybase benutzt aber nur so viel Hauptspeicher wie notwendig. Der Cache wird vom Datenbankserver der Größe der Datenbank angepasst.
Der Datenbankserver ist eine 32 Bit-Anwendung. Einem 32 Bit-Prozess können auch auf 64 Bit Betriebssystemen max. 2GB Hauptspeicher zugewiesen werden. Ein höherer Wert als „1800M“ bringt daher keine weitere Verbesserung.
Bei der Festlegung des Caches müssen natürlich der vorhandene Hauptspeicher und auch der Bedarf anderer Dienste und Programme berücksichtigt werden.
Hier ist ein Beispiel einer vollständigen Datei LXSTART.TXT für einen Server:
-ti 0 -gu all -x all -n LXDBSRV -gd all -gp 4096 -qp -ch 1800M "C:\ProgramData\Lexware\premium\Datenbank\LxOffice.db" -n LXOFFICE
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Die Datei LXSTART.TXT befindet sich im Verzeichnis "Datenbank".
In den verschiedenen Installationsversionen (Einzelplatz / Netzwerk) und ab der Version 2011 sieht die Datei LXSTART.TXT jeweils etwas anders aus. Daher vergleichen Sie bitte Ihre vorhandene Datei mit diesem Beispiel und führne nur die notwendigen Änderungen durch.
Hardware
Alle Komponenten haben einen Einfluss auf die Gesamt-Performance. Nur wenn Server, Netzwerk und Arbeitsstation jeweils ausreichender Leistung bieten, wird das Gesamtsystem performant arbeiten.
Der Server
Haupteinfluss haben die Prozessorgeschwindigkeit und der Hauptspeicher. Ein Dual Core Prozessor mit höherer Taktgeschwindigkeit schneidet hierbei üblicherweise besser ab als ein etwas niedriger getakteter Prozessor mit 4 Kernen (Quad Core). Bei 32 Bit Servern sollte sollten 3GB Hauptspeicher vorhanden sein, bei 64Bit Servern auch mehr. Wenn der Server aber ausschließlich für Lexware genutzt wird, reichen 3GB aus.
Das Netzwerk
Beim Aufbau des Netzwerks ist darauf zu achten, dass nicht mehrere Switche (Hubs) hintereinander geschaltet werden, weil hierdurch die Verzögerung auf der Leitung steigt. Diese Verzögerung beträgt zwar nur wenige Millisekunden, macht sich aber durch die häufigen Datenbankaufrufe in der Praxis bemerkbar. Natürlich ist ein Gigabit-Netzwerk tendenziell schneller als die 100MBit-Variante. Ein deutlicher Unterschied ist aber in der Praxis selten zu spüren.
Eine Anbindung mit WLAN ist häufig unstabil. Dies führt aber eher zu Programmabstürzen als zu einer Performance-Verschlechterung.
Der PC
Beim PC spielen der Prozessor und die Grafikkarte die Hauptrolle.
Der Hauptspeicher bei heutigen PCs ist mit 1-2 GB meistens ausreichend dimensioniert. Auch hier gilt: der schnellere Dual Core Prozessor bringt bessere Ergebnisse als der etwas langsamere Quad Core.
Festplatten
Die Festplatten haben keinen nennenswerten Einfluss, vom Laden einer Datenbank bei der Anmeldung des ersten Benutzers einmal abgesehen. Aktuelle Festplatten bieten auf PC und Server ausreichende Geschwindigkeit. Eine spürbare Geschwindigkeitssteigerung ist z.B. durch ein RAID 0-System nicht zu erwarten.
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Indizierung
Ein Index auf ein Datenbankfeld bringt eine deutliche Steigerung der Geschwindigkeit bei Abfragen und Such-Operationen. In früheren Versionen von Lexware waren viele Felder, nach denen gesucht wurde, nicht indiziert.
In der aktuellen Version 2010 wurden neue Indexe in der Datenbank angelegt. Dies hat bei vielen Anwendern auch zu spürbaren Geschwindigkeitssteigerungen geführt.
In Einzelfällen können weitere Indexe sinnvoll sein. Um die notwendigen Indexe herauszufinden, ist aber eine ausführliche Analyse der jeweiligen Datenbank und des Benutzerverhaltens notwendig.
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Datenbank-Reorganisation
Die Sybase-Datenbank ist ziemlich robust gegen Veränderungen. Eine regelmäßige Reorganisation der Datenbank ist daher nicht notwendig. Trotzdem kann es vorkommen, dass die interne Statistik nicht mehr aktuell ist und daher nicht die vorgesehenen Indexe verwendet werden. Außerdem kann es im Laufe der Zeit zu einer „Fragmentierung“ der Datenbank kommen. Dabei werden Datensätze nicht mehr zusammenhängend gespeichert. In diesen Fällen ist eine Reorganisation der Datenbank sinnvoll.
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Legenden
Nicht alles, was man hört und liest, ist auch wirklich sinnvoll...
Logdatei
Manchmal liest man, dass die Kürzung der Logdatei eine Geschwindigkeitssteigerung bringen soll. In aller Regel ist dieser Ansatz jedoch wirkungslos, bedeutet aber eine große Gefahr für die Datensicherheit.
In der Logdatei werden alle Schreibzugriffe des Datenbankservers protokolliert. Da die Daten bei der Logdatei aber nur am Ende angefügt werden, erfolgen die Schreibzugriffe sehr schnell. Eine Kürzung der Logdatei bringt daher keine spürbare Verbesserung.
In der Logdatei werden alle Schreibzugriffe protokolliert. Daher kann man aus der Logdatei den aktuellen Stand rekonstruieren, wenn die Datenbankdatei selbst unrettbar beschädigt ist. Wenn die Logdatei einmal gekürzt wurde, ist das nicht mehr möglich.
Lediglich bei Dauer und Größe der Datensicherung bringt eine Kürzung der Logdatei Vorteile.
Grundsätzlich kann man die Logdatei auf eine andere Festplatte legen als die Datenbank. Neben einem kleinen Performance-Vorteil bringt dies zusätzliche Sicherheit gegen einen Hardwarefehler. Mit „Bordmitteln“ kann man diese Änderung aber nicht vornehmen.
RAM-Disk
Ein anderer Tipp ist die Einrichtung von RAM-Disks. Bei ausreichendem Cache wird die Datenbank aber sowieso im Hauptspeicher gehalten, eine RAM-Disk ist somit überflüssig. Nur wenn viele Schreibzugriffe erfolgen (z.B. beim Laden großer Artikelstammsätze) kann eine RAM-Disk Vorteile bringen. Eine RAM-Disk bietet aber keinerlei Mechanismen gegen Datenverlust – wenn der Rechner abstürzt, sind alle Daten unweigerlich verloren.
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